Der Betrieb der zahlungsunfähigen Wetzlarer GeckoGroup habe sich stabilisiert, erklärte der vorläufige Insolvenzverwalter Jan Markus Plathner am Montag auf Nachfrage dieser Zeitung.
Es gebe einige potenzielle Investoren, ergänzte er. Der auf die Planung, den Aufbau und die Betreuung von PhotoVoltaik-Anlagen spezialisierte GeckoUnternehmensgruppe mit rund 120 Beschäftigten hatte Anfang Oktober die vorläufige Insolvenz angemeldet. Letztlich ausschlaggebend gewesen sei, dass „frisches Geld“ gefehlt habe. „Der PhotoVoltaik-Markt läuft gut. Das heißt nicht zwingend, dass es auch im Unternehmen gut läuft. Das Unternehmen hatte zu wenig Eigenkapital, aber auch keine Investoren gefunden. Da gab es einige Kostenpositionen“, so Markus Plathner, ohne jedoch auf Details einzugehen.
In den vergangenen Wochen seien weltweit gezielt mögliche Investoren angesprochen worden. Einige potenzielle Geldgeber prüften derzeit ein Engagement, mit anderen gibt es bereits Verhandlungen, berichtete der Frankfurter Insolvenzanwalt. Konkretes habe sich in diesem so genannten Investorenprozess jedoch noch nicht ergeben. „Ich habe ein ganz gutes Gefühl. Wir wollen bis zum Ende des Jahres Sicherheit haben“, gab Plathner die Richtung für seine künftige Arbeit vor.
Insgesamt habe sich der Betrieb stabilisiert. „Es gab ein paar Eigenkündigungen. Aber das ist in solchen Fällen normal. Von uns aus wurden keinerlei Kündigungen ausgesprochen. Und wir bekommen laufend neue Aufträge herein. Die werden natürlich ganz normal abgearbeitet“, sagte der Insolvenzverwalter.

