Das Prinzip bleibt weiterhin gültig. Allerdings werden die Spielräume angesichts der für Sommer angekündigten neuerlichen Senkung der Einspeisevergütung um 15 % deutlich enger. Denn, darin sind sich die Experten einig, ob die PhotoVoltaik-Branche diese Kürzung wie in der Vergangenheit durch Preisnachlässe voll kompensieren kann, ist mehr als fraglich. Die Schmerzgrenze erscheint angesichts sinkender Margen und steigender Kosten vielerorts bereits erreicht. „Wer die Möglichkeit dazu hat, sollte noch in diesem Frühjahr sein PhotoVoltaik-Projekt umsetzen“, rät Michael Stollwerk, Unternehmenssprecher der GeckoGroup AG in Wetzlar. „Denn eine Investition im Frühjahr bedeutet, dass der ertragreiche Sommer noch zusätzlich zu den kommenden 20 Jahren mit den momentan geltenden 28,74 Cent/kWh vergütet wird. Kombiniert mit der Eigenverbrauchsregelung lässt sich so eine Rendite erzielen, die der von 2010 zumindest nahekommt.“
Zur Erläuterung: Die Eigenverbrauchsregelung sieht vor, dass auch der für den Eigenbedarf produzierte Solarstrom mit 12,36 bzw. 16,74 Cent/kWh vergütet wird. Da auch diese 2009 geschaffene Variante der staatlichen Förderung derzeit auf dem Prüfstand steht und aller Voraussicht nach zum Ende des Jahres gestrichen wird, sollten Betreiber von PhotoVoltaik-Anlagen jetzt mir ihren Netzbetreibern Rücksprache nehmen und sich die Möglichkeit des vergüteten Eigenverbrauchs sichern.

