Nach der vorläufigen Insolvenz des Wetzlarer Photovoltaik-Spezialisten Gecko-Group hat Geschäftsführer Markus Ziener am Freitag Optimismus verbreitet. "Das operative Geschäft läuft normal weiter. Die Kunden müssen sich keine Sorgen machen", sagte er im Gespräch mit dieser Zeitung.
"Wir sind mitten in der Umstrukturierung. Ich bin zuversichtlich, dass wir einen strategischen Partner mit den nötigen finanziellen Mitteln finden", so der Gecko-Chef.
Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten sei ab Herbst 2010 gegengesteuert worden,
erklärte Markus Ziener: "Wir haben das Personal um zehn Prozent abgebaut. Bei den Kosten des Marketings gab es massive Einschnitte. Und statt drei Vorständen gibt es nur noch mich. Vor allem aber sind auf der Ebene der Geschäftsführer die Verantwortlichkeiten direkt verteilt. Grundlage für die Finanzierungsgespräche mit der Sparkasse und der Helaba war eine Fortführungsprognose durch externe Struktur- und Managementberater. Die ist positiv ausgefallen. Dennoch hat es nicht gereicht. Denn das Finanzierungsangebot der Banken war an Bedingungen geknüpft, die wir so nicht akzeptieren konnten", sagte der Gecko-Vorstand.
Bislang habe der Vertrieb auf Niederlassungen basiert. Künftig gebe es 30 Gebiete mit jeweils nur noch einem Verkaufsmitarbeiter. "Zum Jahresende werden wir die Niederlassungen Friedberg und Limburg schließen", kündigte der Diplom-Volkswirt an.
Bei der Suche nach einem strategischen Partner gehe es weniger um einen reinen
Investor. "Wir suchen ein Unternehmen, das zu uns passt und dass uns die notwendigen finanziellen Mittel zu Verfügung stellt. Dafür haben wir jetzt drei Monate Zeit", sagte Ziener.
Quelle: Wetzlarer Neue Zeitung vom 8. Oktober 2011, Seite 17
