Interessantes aus und über den PV-Markt

26. Januar2010

Auswirkungen einer reduzierten Einspeisevergütung

Derzeit sorgen Meldungen über Pläne der Regierung zur Reduzierung der Einspeisevergütung für Aufregung und Verunsicherung.

 

Wir möchten daher kurz die Frage beleuchten "Was würde die zusätzliche Reduzierung der Einspeisevergütung um 15% ab 1. April bedeuten?" und dann wird deutlich:

Die Installation einer PV-Anlage wird auch in diesem Falle eine rentable und sichere Investition bleiben, von den positiven Wirkungen für unser Klima und künftige Generationen ganz zu schweigen.

Was würde sich ändern:
Anstelle der garantieren 39,14 Cent/kWp würden noch garantierte 32,68 Cent/kWp über eine Laufzeit von 20 Jahren (zzgl. dem Installationsjahr) gezahlt werden.
> Fakt ist und bleibt: Für kaum eine andere Anlageform lassen sich Einnahmen und Ausgaben so gut und langfristig kalkulieren.
Die hohen Rendite von derzeit bis 5- 8 Prozent (Finanztest 08/2009) könnten auf ca. 4-6 Prozent sinken
> wenn die Modul- resp. Anlagenpreise jedoch ebenfalls sinken (was überaus wahrscheinlich ist) ändert sich an den Renditen wenig, da die reduzierte Einspeisevergütung durch die geringeren Anschaffungskosten ausgeglichen würde.
> im Vergleich zu Tagesgeldkonten: Ing DiBa 2,0%, Bank of Scotland: 2,3% (Stand 23.1.2010) bliebe die Rendite aus Solarstrom dennoch lukrativ. Zudem kann eine Investition in eine PV-Anlage steuerlich äußerst interessant sein.

Der Verbrauch des eigenerzeugten PV-Stroms wird sich demnächst deutlich mehr lohnen, da jede selbst verbrauchte Kilowattstunde unterm Strich - also unter Berücksichtigung des ersparten Strombezugs - fünf Cent wertvoller sein soll als die eingespeiste Kilowattstunde. Die "Rendite" steigt dann mit jeder (mit Sicherheit kommenden) Strompreiserhöhung, und das auch für Kunden mit größeren Anlagen als 30 kWp.

Auch das Fachmagazin PHOTON bewertet die Vorschläge überwiegend positiv: "Bundesumweltminister Röttgen hat den Weg für viele zusätzliche Solarstromanlagen in Deutschland frei gemacht. Denn das Erneuerbare-Energien-Gesetz funktioniert nur dann wirklich effektiv, wenn sich die Förderung an der Höhe der Produktionskosten orientiert", kommentiert PHOTON-Chefredakteurin Anne Kreutzmann diese Entwicklung. "Das EEG sorgt damit für die größtmögliche Menge an Solarstrom zum bestmöglichen Preis. So kann Solarstrom kurzfristig eine bedeutende Rolle im deutschen Energiemix übernehmen."


GeckoGroup AG
Januar 2010